Die erharmonische Modulation

Bei der enharmonischen Modulation wird durch enharmonisches Verwechseln ein oder mehrerer Akkordtöne ein Akkord der Gestalt umgedeutet, dass er als Modulationsakkord in eine andere Tonart überleitet. Es handelt sich dabei um Dominantakkorde. D.h eine Dominante kann in mehrere Auflösungsakkorde geführt werden. Je nach Tonart des jeweiligen Auflösungsakkordes wird die Dominante dabei anders notiert.

Besonders die alterierten Dominantakkorde eignen sich für die enharmonische Modulation, da sie sich gut umdeuten lassen.
( Die Umdeutung des verm. Dominantseptakkordes,
die Umdeutung des Dv mit hochalteriertem Quintton,
die Umdeutung des Dv mit tiefalteriertem Quintton)

Der in dieser Hinsicht vielseitigste Akkord ist der Dv.
( Die Besonderheiten des Dv, Die Deutungsmöglichkeiten des Dv)

Dadurch, dass jeder der vier Töne dieses Akkordes der Terzton einer Dominante und damit der Leitton einer jeweils anderen Tonart sein kann, ist es möglich ihn in vier verschiedene Tonarten aufzulösen und somit von einer Tonart in drei weitere zu modulieren.

1. Beispiel: von C-dur über den Dv nach a-moll:
Der Nonenton "as" des Dv von C-dur wird zum Terzton "gis" des Dv von a-moll.

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2. Beispiel:" von C-dur über den Dv nach Fis-dur:
Der Septimenton "f" des Dv von C-dur wird zum Terzton "eis" des Dv von Fis-dur,
der Nonenton "as" des Dv von C-dur wird zum Quintton "gis" des Dv von Fis-dur.

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3. Beispiel: von C-dur über den Dv nach Es-dur:
Der Terzton "h" des Dv von C-dur wird zum Nonenton "ces" des Dv von Es-dur.

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Auch der "unberührte" D7 kann durch das enharmonische Verwechseln seines Septimtons in einen Terzton zum Modulieren verwendet werden. Dabei entsteht der Dv mit tiefalteriertem Quintton der Komplementärtonart.

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Außerdem eignen sich Dominanten mit hochalteriertem Quintton zur enharmonischen Modulation.