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HARMONIELEHRE II
Theorien der Harmonielehre
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Die Funktionsbezeichnungen

 

Zu Grunde gelegt werden (wie bei der Stufentheorie) die leitereigenen Dreiklänge. Die Funktionsbezeichnungen verdeutlichen die nach der Funktionstheorie beiden wichtigsten Harmonieverwandtschaften:

Die Quintverwandtschaft und die Terzverwandtschaft,
und das Tongeschlecht (Dur - Moll) des jeweiligen Akkordes.

Die Wichtigsten Funktionen sind sie Hauptfunktionen: Tonika, Dominante und Subdominante.
Sie sind untereinender quintverwandt.
(Im Dur sind dies die einzigen Dur-Akkorde der leitereigenen Dreiklänge.)

Jede der Hauptfunktionen hat eine Nebenfunktion, ihre Parallele. Haupt- und Parallelfunktion sind terzverwandt. Sie sind immer unterschiedlichen Tongeschlechts. Ihre Verwandtschaft entspricht den Dur-Moll-Parallelen des Quintenzirkels.
Die Tonika hat außer dem einen sogenannten Gegenklang. Der Tonikagegenklang ist im Vergleich zur Tonikaparallele immer in umgekehrter Richtung terzverwandt zur Tonika.

Für einfache Funktionssymbole gilt folgende Regel:
Große Buchstaben stehen die für einen Dur-Akkord, kleine für einen Moll-Akkord:

T = Dur-Tonika, t = Moll-Tonika

Für Funktionssymbole mit zwei Buchstabe gilt folgende Regel:
Leitet sich von einer Dur-Hauptfunktion eine Moll-Nebenfunktion ab, so wird für die Bezugsfunktion (Dur) ein großer Buchstabe, für den Nebenfunktions-Akkord (Moll) ein kleiner Buchstabe notiert,
z.B.: Tp, Tg, Sp.
Leitet sich von einer Moll-Hauptfunktion eine Dur-Nebenfunktion ab, so wird für die Bezugsfunktion (Moll) ein kleiner Buchstabe, für den Nebenfunktions-Akkord (Dur) ein großer Buchstabe notiert,
z.B.: tP, tG, sP.

Hier eine Übersicht über die wichtigsten Funktionen:

Funktionsbezeichnung

Funktions-
symbol

Funktion

ent-
spricht

Funktions
symbol

Funktion

ent-
spricht

in Dur
in Moll
Tonika
T
Akkord über dem Grundton der jeweiligen Tonart des Musikstückes. Vertritt die Tonalität des Musikstückes. Tonaler Bezugspunkt aller harmonischen Vorgänge.
I. Stufe
t
Akkord über dem Grundton der jeweiligen Tonart des Musikstückes. Vertritt die Tonalität des Musikstückes. Tonaler Bezugspunkt aller harmonischen Vorgänge.
I. Stufe
Dominante
D
Aufwärts quintverwandt zur T. Größter Spannungsträger innerhalb des leitereigenen Funktionsgefüges. (authentisch)
V. Stufe
D
Aufwärts quintverwandt zur t. Größter Spannungsträger innerhalb des leitereigenen Funktionsgefüges. (authentisch)
V. Stufe
Subdominante
S
Abwärts quintverwandt zur T. Zweitgrößter Spannungsträger innerhalb des leitereigenen Funktionsgefüges. (plagal)
IV. Stufe
s
Abwärts quintverwandt zur t. Zweitgrößter Spannungsträger innerhalb des leitereigenen Funktionsgefüges. (plagal)
IV. Stufe
Tonikaparallele
Tp
Abwärts Terzverwandt zur T.
VI. Stufe
tP
Aufwärts Terzverwandt zur t.
III. Stufe
Tonikagegenklang
Tg
Aufwärts Terzverwandt zur T.
III. Stufe
tG
Abwärts Terzverwandt zur t.
VI. Stufe
Subdominantparallele
Sp
Abwärts Terzverwandt zur S.
II. Stufe
sP
Aufwärts Terzverwandt zur s.
VI. Stufe
Dominantparallele
Dp
Abwärts Terzverwandt zur D.
III. Stufe
dP
Aufwärts Terzverwandt zur d.
VII. Stufe

 

Dreiklangstabelle in Dur

Tabelle fuer Funkktionsbezeichnungen in Dur

 

Dreiklangstabelle in Moll

Da es drei verschiedene Moll-Tonleitern gibt (natürlich, harmonisch, melodisch), dadurch der sechste und siebente Tonleiterton wechseln, sind die leitereigenen Dreiklänge in einer Moll-Tonart nicht eindeutig bestimmbar.

Besonderheiten die Dominante und die Nebendreiklänge in Moll betreffend sind im Kapitel Die Kadenz in Moll und Parallelfunktionen in Moll näher erläutert.

Tabelle fuer Funktionsbezeichnungen in Moll

Für die Notation von Akkord-Umkehrungen ist die Stellung entscheidend (siehe Die Stellung und Die Umkehrungen des D7).

Nicht leitereigene Akkorde sind meistens Zwischendominanten. (Siehe auch Notation von Alterationen.)

In der Funktionstheorie werden niemals Grundtöne alteriert.

 

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Entscheidende Unterschiede zwischen Stufe- und Funktionstheorie