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AKUSTIK
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DAS OBERTONSPEKTRUM
(Der Formant)

 

Verantwortlich dafür, dass eine Trompete anders klingt als eine Querflöte ist das Obertonspektrum.

Als Obertonspektrum werden die Teiltöne und deren Lautstärkenverhältnisse untereinander innerhalb der Obertonreihe bezeichnet. Das Obertonspektrum einer Trompete unterscheidet sich von dem einer Flöte dadurch, dass bei einer Trompete andere Obertöne stärker oder schwächer klingen als bei einer Flöte, selbst wenn von beiden Instrumenten die selbe Note gespielt wird.

Die beiden folgende Abbildung zeigt das Obertonspektrum der Note c' (261 Hz) jeweils von einer Querflöte und von einer Trompete gespielt. Es wird deutlich, dass die Obertonlautstärken der einzelnen Teiltöne des von der Trompete gespielten c' einen im Verhältnis zueinander gleichmäßigeren Verlauf haben und mehr Obertöne im Bereich der höheren Frequenzen vorhanden sind als bei dem von der Flöte gespielten c'.

Die Zahlen von 1 - 30 entsprechen dem jeweiligen Teilton, die x-Achse entspricht der Frequenz, die y-Achse der Lautstärke.

Obertonspektren Tompete, Querfloete Trompete c1 Querfloete c1

Diese Grafiken wurden erstellt mit dem Overtone Analyzer, einer Software für Klangvisualisierung.

Trompetenton :
Flötenton :

Die unterschiedlichen Lautstärkewerte der einzelnen Obertöne sind auch der Grund für die unterschiedlichen Perioden des von Trompete und Flöte erzeugten c':

Wellen Trompete, Querflöte

Grundsätzlich lässt sich sagen:
Je mehr Obertöne erklingen, desto heller, brillianter und härter
und
je weniger Obertöne erklingen, desto dumpfer, flacher und weicher ist die Klangfarbe.

So hat jedes Instrument seinen eigenen "Fingerabdruck" in Form unterschiedlicher Obertonspektren. Diesen "Fingerabdruck" nennt man Formant.

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